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Gareth Ryans: Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte (Band 2). Magellan, Bamberg 2026

Ein nächtliches Abenteuer über Freundschaft, Mut und kleine Wunder

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte ist eine bezaubernde Vorlesegeschichte, die auf sanfte Weise ein Gefühl aufgreift, das viele Kinder gut kennen: das Alleinsein. Doch anstatt traurig oder bedrückend zu wirken, vermittelt dieses Bilderbuch vor allem Mut, Wärme und Zuversicht. Mit seiner liebevollen Gestaltung und der ruhigen, nächtlichen Stimmung nimmt es kleine Leser:innen mit auf ein herzerwärmendes Abenteuer über Freundschaft, Hoffnung und die schönen Überraschungen, die manchmal ganz schön überraschend auf uns warten.

Der Autor und Illustrator

Gareth Ryans ist ein nordirischer Illustrator. 1977 in Downpatrick geboren, studierte er Bildende und Angewandte Kunst sowie Mediengestaltung in Belfast und Donegal. Im Laufe der Jahre lebte er in unterschiedlichen europäischen Städten, unter anderem in Istanbul und Helsinki. Mittlerweile ist Gareth Ryans mit seiner Familie in Hamburg zu Hause. Neben seinem Job als Kinderbuchillustrator und Autor war er auch über mehrere Jahre als Erzieher tätig.

© Magellan GmbH

Inhalt

Statt selbst durchs Schloss zu geistern und andere zu erschrecken, ist das kleine Gespenst oft ziemlich ängstlich – vor allem, wenn es ganz allein ist. Wie schön wäre es da, einmal jemanden bei sich zu Hause willkommen zu heißen! Also fasst es einen Entschluss: Es macht sich auf die Suche nach einem Freund für eine kleine Übernachtungsparty. Ob sich dieser Herzenswunsch erfüllt?

Gedanken zum Bilderbuch

Mich hat die besondere Atmosphäre des Buches begeistert. Die Geschichte spielt zu einem großen Teil in der Nacht, was durch die stimmungsvolle Abendatmosphäre und die harmonischen Blautöne wunderbar eingefangen wird. Dadurch wirken die Gespenster freundlich statt unheimlich und heben sich schön vom Hintergrund ab. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet, detailreich, aber nicht überladen. Besonders gefallen hat mir, wie klar die Gefühle der Figuren erkennbar sind – selbst kleine Kinder können sofort nachvollziehen, ob das Gespenst traurig, hoffnungsvoll oder glücklich ist.

Auch der Aufbau der Geschichte ist sehr gelungen. Das kleine Gespenst besucht verschiedene Tiere und fragt, ob sie zur Übernachtung kommen möchten – eine Situation, die Kinder aus ihrem eigenen Alltag gut kennen. Die Enttäuschung, wenn niemand Zeit hat, ist spürbar, aber nie bedrückend. Stattdessen entsteht Raum für Hoffnung. Der Moment, in dem unerwartet doch noch ein Freund auftaucht, ist besonders schön und macht Mut.

Besonders herzerwärmend finde ich, dass am Ende schließlich doch alle gemeinsam im Schloss sind. Die Übernachtungsparty wird zu einem fröhlichen Miteinander, das zeigt, wie schnell sich Situationen verändern können. Die Botschaft, dass man nicht allein bleibt und sich immer jemand findet, ist klar und tröstlich vermittelt.

Der Schreibstil ist durch die großen Buchstaben und die klare, einfache Sprache ideal für junge Leser:innen geeignet. Die Sätze sind gut verständlich, die Geschichte wird ruhig erzählt und lädt zum gemeinsamen Vorlesen ein.

Fazit

Ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das Kindern auf sanfte Weise Mut macht und zeigt, dass Einsamkeit nicht dauerhaft ist. Eine wunderschöne Gespenstergeschichte, die Hoffnung schenkt und bei uns sicher noch oft vorgelesen wird. Wir freuen uns sehr, dass dieses Buch einen festen Platz in unserem Bücherregal gefunden hat.

Gareth Ryans
Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte (Band 2)
32 Seiten
ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-7348-2204-9

P.S. Ich hatte das Glück, das Buch bei einer Verlosung bzw. Leserunde zu gewinnen.

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