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Carolina Parada: Die Geschichte vom Mädchen und dem Fisch. Carl Auer Kids, Heidelberg 2025

Tolle Illustrationen aber mäßig schlüssige Geschichte

Manchmal entdeckt man ein Buch und hat große Erwartungen daran. Und manchmal bleibt man nach dem Lesen eines Buches ratlos zurück. So erging es uns mit dem Buch Die Geschichte vom Mädchen und dem Fisch von Carolina Parada. Die Illustrationen sind einfach wahnsinnig gut gelungen, aber die Erzählung an sich konnte uns leider gar nicht erreichen. Sie ist realitätsfern und die Botschaft dahinter wohl eher schwer für Kinder zu greifen, vor allem da es ein Buch mit einer Altersempfehlung ab 3 Jahren ist.

Die Autorin

Carolina Parada wurde in Kolumbien geboren. Sie promovierte als Entwicklungsbiologin und arbeitet in der Forschung. Gleichzeitig ist sie als Illustratorin und Autorin tätig. Sie lässt sich vor allem von der Natur inspirieren. Die Geschichte vom Mädchen und dem Fisch ist ihr erstes Kinderbuch.

© Carl-Auer-Systeme Verlag und Verlagsbuchhandlung GmbH

Inhalt

„Das Mädchen verbringt seine Tage damit, bunte Blätter zu sammeln, in den Himmel zu schauen und Ameisen zu zählen, denen es lustige Namen gibt. Doch eines Tages wird ein besonderer Fisch aus einem rasenden Lastwagen herausgeschleudert, und das Mädchen muss einen Weg finden, ihn zu retten. Der Fisch braucht Salzwasser zum Leben, aber weder in der Küche noch in der Bergstadt gibt es genug davon. Die beiden müssen sich also an einen neuen Ort wagen … Ein aufregendes Abenteuer, in dem die Protagonistin viel Grips und Mut beweist, um ihrem neuen Freund zu helfen. Farbenfrohe Illustrationen begleiten diese emotionale Reise, an deren Ende Freudentränen fließen.“ (Produktbeschreibung)

Gedanken zum Bilderbuch

Auf dem Cover sehen wir das Mädchen mit dem Fisch, den es zum Freund gewinnt, nachdem es ihn vor dem Vertrocknen gerettet hat. Um die beiden herum schwirren Blüten, von oben regnet es Tropfen. Das Gesicht des Mädchens wirkt freudig und der Fisch entspannt. Die Verbindung der beiden ist toll in Szene gesetzt.

Die detailreichen Illustrationen setzen sich im Innern des Buches fort. So verfolgen wir durch die großflächigen Bilder den Weg des Mädchens und des Fisches. Die beide treffen unverhofft aufeinander und das Mädchen muss allerhand versuchen, um den Fisch zu retten. Am Ende sind es ihre Tränen, die ihm das Leben schenken. Die zwei werden Freunde und verbringen viel Zeit zusammen. Der Fisch hockt dabei in einem kleinen Glas voll Tränenflüssigkeit, zeigt seine Freude durch vereinzelte Sprünge aus dem Glas heraus. Doch was passiert, wenn die Tränen der Traurigkeit versiegen? Das Mädchen macht sich mit dem Fisch auf den Weg, um eine Lösung zu finden. Am Ende findet der Fisch zurück ins Meer und trifft dort auf seine Familie. Es wird angedeutet, dass das Mädchen regelmäßig zum Strand fährt und weiter seinen Freund trifft.

Die Botschaft ist für uns als Erwachsene nach einigem Grübeln ersichtlich. Es geht darum, dass man Hilfe schenkt, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwartet. Es zeigt, dass aus Trauer auch etwas Gutes entspringen kann. Aber es zeigt leider auch, dass ein Fisch in einem Miniglas gehalten wird und dass man mit ihm auf dem Rad gefahrlos durch die Gegend radeln kann. Pädagogisch fragwürdig.

Fazit

Die Geschichte vom Mädchen und dem Fisch konnte uns leider nicht wirklich überzeugen. Zu abgehoben die Erzählung, zu realitätsfern der Umgang mit dem Fisch und zu unfertig die Handlung. Das können die Illustrationen aber ein wenig wett machen.

Carolina Parada
Die Geschichte vom Mädchen und dem Fisch
46 Seiten
ab 3 Jahren
ISBN 978-3-96843-054-6

*Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.*

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