Britta Schattenberg & Virginia Theil: Suna – Volle Kanne Prinzessin – (K)ein Schloss ohne Gespenst. Theil Kinderbuchverlag, Barsinghausen 2020

Eine selbstbewusste Prinzessin mit ganz besonderen Freunden!

Zum Welttag des Buches möchte ich euch ein Kinderbuch aus dem kleinen und unabhängigen Theil Kinderbuchverlag vorstellen. Die Bücher des Verlags sind wirklich außerordentlich hochwertig verarbeitet und gestaltet. Besonders die Cover haben meine Neugierde geweckt. So auch Suna – Volle Kanne Prinzessin – (K)ein Schloss ohne Gespenst von Britta Schattenberg & Virginia Theil. So quietschig farbenfroh und lebendig, wie bereits das Cover erscheint, sind auch die enthaltenen Geschichten über das mutige Mädchen Suna und ihre liebenswerten Begleiter für alle Lebenslagen.

Die Autorin und die Illustratorin

Britta Schattenberg (geboren 1980) ist Diplom Ingenieurin der Lebensmitteltechnologie und arbeitet in der Forschung. Sie schreibt nebenberuflich Fachbücher sowie wissenschaftliche Texte, und außerdem eben noch Geschichten für Kinder. Sie ist Mutter zweier Kinder und lebt in Bielefeld.
Virginia Theil (geboren 1987) studierte Kommunikationsdesign und Illustration in Hamburg, da sie schon als Kind gerne zeichnete. 2007 machte sie sich mit ihrer Werbeagentur selbstständig. Außerdem ist sie Verlegerin und Illustratorin des Theil Kinderbuchverlags.

© Theil Kinderbuch Verlag

Inhalt

„Suna ist acht Jahre alt, liebt kunterbunte Klamotten, blubbernde Orangenlimonade und ihren Zopf oben auf dem Kopf. 
Ach ja, da war ja noch was: Sie ist die Prinzessin vom Südspananien! Das hält sie aber nicht davon ab, sich zusammen mit ihren Freunden, in wilde Abenteuer zu stürzen. Suna ist mutig, verrückt und etwas ganz Besonderes; eben volle Kanne Prinzessin! 
Suna hat ein tolles Zuhause! Sie wohnt in einem riesigen Schloss mit zwei schicken Schlosstürmen und hundert Zimmern. Aber halt – fehlt da nicht irgendetwas? Nachts wenn alle im Schloss schlafen, dann hört man … überhaupt gar nichts; keiner wird erschreckt, nix wird stibitzt!
Ein Schloss ohne Gespenst, dass darf doch wohl nicht wahr sein. Deshalb macht Suna sich auf die Suche nach einem Schlossgespenst und findet den kleinen, stets verschnupften Schnuppi. Er ist auf einer ungemütlichen Burg bei einem griesgrämigen Burgherrn gefangen. Zusammen mit ihren Freunden schmiedet Suna einen verrückten Plan. Ob Schnuppi bald bei Suna daheim herumflattert? Woher das merkwürdige Knurren auf dem Dachboden im Schlossturm kommt? Und ob Gespenster auch Haustiere haben dürfen? All das und noch mehr erfährst du in diesem Buch. (Klappentext)

Kritik und Fazit

Wie bereits erwähnt, sind die Bücher sehr hochwertig verarbeitet. Sie liegen schwer in der Hand, da die Seiten recht dick und damit gut griffig sind. Neben dem farbenfrohen Cover, welches uns drei der wichtigsten Protagonisten zeigt (Suna, das Gespenst Schnuppi und einen kleinen Mops), die und fröhlich und vielleicht auch ein wenig vorwitzig entgegen blicken, hat das Buch auch ein Lesebändchen, sodass die Suche nach einem Lesezeichen entfällt.

Im Inneren befinden sich große und kleinere Illustrationen, die die Geschichte genauso liebevoll in Szene setzen. Der Text ist gut verständlich und flüssig zu lesen, kommt dabei mit wenigen Ausschmückungen aus. Es geht um das, was passiert und was gesagt wird. Ingesamt werden 4 Episoden aus dem Leben der Prinzessin Suna geschildert. Wir erfahren, wie das Gespenst Schnuppi ins Schloss kommt, was es mit dem Hund auf dem Cover zu tun hat und wie man mit ihm am Besten zur Hundeschule geht sowie dass auch ein Schlossgespenst Geburtstag feiern kann und sollte.

Für den erwachsenen Leser werden auf jeden Fall sprachlich ein paar Besonderheiten auffällig sein, wie zum Bespiel bei den Namen der Länder „Spananien“, „Kriechenland“, „Das kleines Nichts“ (Portugal) und der Protagonistin „Dioptria“, um nur ein paar Dinge zu nennen.

Im Anhang befinden sich außerdem noch zwei Rezepte der Lieblingsgerichte einzelner Protagonisten und davor noch eine Bildergalerie mit fast allen wichtigen, im Buch auftretenden Persönlichkeiten, sodass man auch noch mal nachsehen kann, falls man wegen der Namen etwas verunsichert sein sollte. Aber Vorsicht, die Galerie spoilert auch ein wenig.

Suna – Volle Kanne Prinzessin – (K)ein Schloss ohne Gespenst ist der erste Teil einer Reihe. Der zweite Band erschien vor kurzem und bereits diesen Sommer gibt es den dritten Band zu lesen. Die niedlichen und eher kurzen Einzelgeschichten sind meines Erachtens aber eher für jüngere Kinder bereits ab 4 oder 5 Jahren geeignet und ich bezweifle, dass 10 oder 11-jährige hier noch großes Interesse zeigen würden. So würde ich es Kindern zwischen 4 und 8 Jahren empfehlen, zum Vorlesen oder Selberlesen.

Britta Schattenberg & Virginia Theil
Suna – Volle Kanne Prinzessin – (K)ein Shloss ohne Gespenst
128 Seiten
7-11 Jahre (oder eher 4-8 Jahre)
ISBN 978-3-9685-7003-7

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